Urlaubsdienstag

Nicht weit vom Hotel gibt es ein Museum der Kinematografie, welches wir uns für heute vorgenommen hatten. Nach einem gemütlichen Frühstück und einem Sprung unter die Dusche ging es Richtung Galeria Lodzka und darüber hinaus.

Da es noch zu zeitig war, schlenderten wir noch ein bißchen durch den angrenzenden Park. Dann endlich war es soweit, man ließ uns ein. Und welch ein glücklicher Umstand, wir wurden eingelassen, ohne bezahlen zu müssen!

Dieses ist seit 1986 im Karol Scheibler Palast untergebracht. Es gibt eine umfangreiche Sammlung an Filmen und technischen Geräten, die sich für jemanden, der mit der Materie vertraut ist, selbst erklärt. Für andere wäre wohl angebracht, wenn man mal eine Führung ausarbeitet. Irgendwann sind nämlich die mit der analogen Technik vertrauten Leute ausgestorben und dann kennt sich keiner mehr aus. Als vorbildlich möchte ich da das Industrie- und Fimmuseum in Wolfen erwähnen, welches zum Einen die größte Kameraausstellung besitzt und zum anderen bisher immer noch Personal heranzieht, welches mit der Filmherstellung vertraut war. Vielleicht könnte sich dieses Museum an den Wolfenern ein Beispiel nehmen.

Zum Schluß ging es noch in die letzte und wohl interessanteste Etage, in der Figuren und Requisiten für die Trickfilmprodukion untergebracht sind.

Kinder aus Ost und West kennen sicher die beiden Brüder Bolek und Lolek oder die Mummins und andere.

Und die Polen sind bisher noch nicht auf die Idee gekommen, diese Filme neu aufzunehmen oder überhaupt zu digitalisieren!

Am Nachmittag ging es noch mal hinaus. Diesmal zu einem Wissenschafts-Zentrum, das früher mal ein Kraftwerk war. Wir waren ein bißchen spät und so kam es, daß wir eigentlich nur noch eine Stunde Zeit gehabt hätten, uns alles anzuschauen. Unter dem Dach verweilten wir einen kurzen Moment und waren im Nu durchgeschwitzt. Auch ging es mir nicht so gut, der Kreislauf machte leichte Prbobleme. So entschieden wir, das Gebäude wieder zu verlassen und zum Hotel zurück zu gehen.

Mein Fazit, die einzelnen Stationen scheinen durchaus interessant zu sein, aber dafür muß man Zeit haben. Und genügend Neugier, woran es mir eigentlich nicht mangelt. Aber ich hab auch eine Grippe ausgebrütet und war deshalb froh, wieder draußen zu sein.

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